Vorhofflimmern diagnostizieren
Wie kann man ein Vorhofflimmern diagnostizieren?
Krankengeschichte:
Man macht eine
Anamnese.
Was ist passiert?
Ist der Puls rasend?
Sind Schmerzen im linken Arm oder der Brust vorhanden?
Besteht
Atemnot?
Besteht
Kurzatmigkeit?
Gibt es
Durchfall?
Gibt es
Erbrechen?
Wieviel
Alkohol wird getrunken?
Werden
Drogen genommen?
Werden
Medikamente genommen?
Erkrankungen der Eltern geben Hinweise auf eine erbliche Vorbelastung.
Abhören:
Das
Herz und die
Lunge werden mit einem
Stethoskop abgehört (Auskultation).
Man kann gleichzeitig den Puls ertasten und merkt einen Unterschied zwischen dem gehörten und dem gefühlten Puls.
Medikamente:
Medikamente können ungünstige Nebenwirkungen haben.
Blutdruckmessung:
Eine
Blutdruckmessung wird gemacht.
Pulsmessung:
Man macht eine
Pulsmessung.
In Ruhe hat man einen Puls zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute.
Von 80 bis 100 ist der Puls leicht beschleunigt.
Ein Puls über 100 ist tachykard und zu hoch.
Bei Anstrengung, also nicht in Ruhe kann ein Puls leicht über 100 sein.
Herzstolperer können ganz normal sein.
Herzstolperer von mehr als ca 4 pro Minute können auffälig sein.
Bei einem völlig unruhigen Puls handelt es sich wohl um ein Vorhofflimmern.
Ruhe-EKG:
Als erstes wird ein
Elektrokardiogramm (EKG) gemacht.
Ein Vorhofflimmern ist im Ruhe-EKG deutlich zu sehen.
Auch der Puls ist dort zu sehen. Der Normalpulsliegt zwischen 6o und 80 Schlägen pro Minute.
Blutuntersuchung:
Man macht eine
Blutuntersuchung.
Man bestimmt dabei den TSH-Wert für die Schilddrüse.
Bei einem Wert unterhalb der Norm, sollte auf eine Überfunktion der Schilddrüse weiter untersucht werden.
Bei einem hohen GOT-Leber-Wert der im Blutbild, sollte man vorsichtig mit Alkohol sein.
Ein auffälliger GOT-Wert kann verschiedene Ursachen haben.
Bei einem hohen GPT-Leber-Wert der im Blutbild, sollte man wegen einer zu grossen Belastung der Leber durch Übergewicht, in Richtung Gewichtsabnahme behandeln.
Ein auffälliger GPT-Wert kann verschiedene Ursachen haben.
Der Cholesterin Lipid-Fettwert fördert die Gerinnselbildung.
Der LDL Lipid-Fettwert fördert die Gerinnselbildung.
Der Triglyceride Lipid-Fettwert fördert die Gerinnselbildung.
Der Lipoprotein(a) Lipid-Fettwert fördert die Gerinnselbildung.
Omega-6-Fettsäuren fördert die Gerinnselbildung.
Der Homocystein Aminosäure Wert fördert die Gerinnselbildung.
Omega-3-Fettsäuren schützt vor Gerinnselbildung.
Der HDL Lipid-Fettwert schützt vor Gerinnselbildung.
Fibrinogen ist ein Gerinnungsfaktor.
Vitamin D ist in Bezug auf Bluthochdruck wichtig.
Der NT-pro-BNP Wert ist ein Marker eventuell für eine Herzschwäche.
Q10 ist ein Wert eventuell für eine Herzschwäche (Je niedriger der Wert, je schwächer das Herz).
Hochsensitives CRP ist ein Risikofaktor für eine
Koronare Herzkrankheit.
Vollblutanalyse:
Im Blutbild sollte man auch besonderes Augenmerk auf die
Kaliumwerte und
Magnesiumwerte legen.
Für eine genaue Bestimmung sollte man eine Vollblutanalyse machen.
Langzeit-EKG:
Ist ein Sinusrythmus oder ein Vorhofflimmern vorhanden?
Wie hoch ist die Herzfrequenz (Puls) im Durchschnitt?
Wie hoch ist die Herzfrequenz (Puls) in den verschiedenen Situationen (Nachts, in Ruhe, unter Belastung)?
Gibt es andere Herzrythmusstörungen?
Blutdruckmessung:
Man macht eine
Blutdruckmessung über 24 Stunden.
Echokardiografie:
Man macht eine
Echokardiografie.
So kann man eventuelle Schäden am Herzmuskel sehen.
grosser linker Vorhof?
Belastungs-EKG:
Man macht ein
Belastungs-EKG.
Man beobachtet damit die Herzfrequenz, den Herzrythmus und den Blutdruck unter den verschiedenen Belastungssituationen.
So kann man eventuelle
Koronare Herzkrankheiten erkennen.
Koronarangiographie:
Man macht eine Koronarangiographie.
So sind die Herzkranzgefässe besser zu untersuchen.
Man sieht schlechte Durchblutungen und Gefässverengungen.
TEE:
Man macht eine Transösophageale Echokardiographie.
Durch das Schlucken eines Schlauches kann man das Herz von innen ansehen, effektiver als bei einer Echokardiografie.
Man sieht eventuelle Blutgerinsel.
Sind Gerinsel vorhanden muss man diese erst auflösen, bevor man den Sinusrythmus wiederherzustellen versucht (Rhythmisierung).
Bei einem erst kurz vorhandenem Vorhofflimmern oder einer mehrwöchigen Blutverdünnung (Antikoagulation) ist eine TEE nicht erforderlich.
Kathetheruntersuchung:
Man macht eine Kathetheruntersuchung.
So kann man Störungen der Erregungsleitungen feststellen.
Vorhofflimmern Folgen
Welche Folgen kann ein Vorhofflimmern haben?
Das
Sinusknoten regelt den Takt nicht mehr richtig.
Der
Vorhof zieht sich nicht regelmässig zusammen.
Das
Herz schlägt nicht mehr rhythmisch, sondern arrhythmisch.
Die Herzleistung nimmt bis zu 20 % ab.
Das Vorhofflimmern ist, wenn es nicht zu lange dauert nicht gefährlich.
In den Vorhöfen können sich aber Blutgerinsel bilden.
Die Blutgerinsel können sich, durch den Blutkreislauf fortbewegt, an Stellen im Körper festsetzen und so die Blutversorgung blockieren.
Embolie
Herzinfarkt
Schlaganfall (Risiko ist bei Vorhofflimmern um das 10 fache erhöht).
Die Vorhöfe vergrössern sich je länger ein Vorhofflimmern andauert.